Wohnquartier am Schloss Crassenstein in Diestedde geplant
Für den Bereich des ehemaligen Internatsgeländes südwestlich des Schlosses Crassenstein in Diestedde gibt es seitens des Eigentümers Überlegungen, dort ein Wohnquartier zu errichten. Die Gebäude wurden früher als Internat genutzt. Nachdem die Schulnutzung aufgegeben wurde, fand sich keine Nachnutzung für das Gelände und die Gebäude verfallen zusehends.
Nach einem Eigentumswechsel gibt es Überlegungen, das Gelände für Wohnzwecke zu nutzen. Der Flächennutzungsplan sieht zwar für das Gelände den Bereich „Schule“ vor, wenn aber ein Investor einen ansprechenden Plan für ein Wohnquartier vorlegt, kann der Rat der Gemeinde Wadersloh ein Bauleitverfahren einleiten, und die Änderung des Flächennutzungsplans befürworten.
Einen entsprechenden Bebauungsplan für dieses Grundstück gibt es bisher nicht. Der Vorhabenträger, Murat Beyazyüz, Geschäftsführer der Nexus Investment GmbH, und sein Architekt Jabra Soliman, stellten in der letzten Bauausschusssitzung den städtebaulichen Entwurf für das Wohnquartier Schloss Crassenstein in Diestedde vor:
Im Osten und Nord-Osten sind acht eingeschossige Einfamilienhäuser geplant, deren Gärten Richtung Schloss Crassenstein zeigen. So ist ein begrünter Abstand zum denkmalgeschützten Schloss gegeben. Das Aufstellen von Gartenhäusern oder ähnlichen Bauwerken Richtung angrenzendem Schlossgrundstück sollte per Gestaltungssatzung untersagt werden.
Im Quartier sind drei weitere Einfamilienhäuser, die freistehend sind, vorgesehen. Alle weiteren, das Zentrum umgebenden Gebäude, sollen 2-geschossige Doppelhäuser werden. Insgesamt sind 24 Doppelhaushälften geplant. Das Zentrum bilden bis zu 3-geschossige Miet-Wohnungsbauten, die im Erdgeschoss eine bedarfsorientierte Nutzung ergänzen kann (Soziale Einrichtungen, medizinische Versorgung, Nahversorger, Tante-Emma-Lädchen etc.). Die Vielfältigkeit sozialer Strukturen ist ein angestrebtes Ziel des Quartierskonzeptes, das durch verschiedene Wohn- und Eigentumsformen erreicht werden soll. Ein zentraler Platz soll ein generationsübergreifender Treffpunkt werden, der auch kleine Veranstaltungen zulässt.