Sekundarschule muss das „Toilettenproblem“ selbst lösen
Sind die Toiletten der modernen Sekundarschule in Wadersloh wirklich "Angsträume" für die Schüler und Schülerinnen?Bereits im Februar hatten Mitglieder der Wadersloher CDU-Fraktion einen Ortstermin an der Sekundarschule. Im Mittelpunkt der Diskussion standen schon damals die Toilettenanlagen, deren Wände wie fast überall im Kreis Warendorf nicht bodentief und auch nach oben offen angebracht sind. Dies ist aus hygienischen Gründen sowie besserer Belüftung und Beleuchtung üblich.
Die Schulleitung wies damals darauf hin, dass die Schüler und Schülerinnen in einer Umfrage geäußert hätten, dass sie die Toiletten als „Angsträume“ empfänden, da sie u.a. fürchteten, dass heimlich Handyfotos gemacht werden könnten.
Da ein Umbau der Toilettenwände nur mit erheblichem Aufwand möglich ist, wurde das Thema im letzten Schulausschuss erneut diskutiert. Da viele Besucher in der Ausschusssitzung waren, berichtete die Verwaltung in der Sitzung ausführlich, dass man sich bei Schulen im Umkreis erkundigt hätte, ob diese Befürchtungen ein Wadersloher Problem seien. Alle angefragten Schulen hätten aus technischen Gründen keine bodentiefe Trennwände in den Toilettenanlagen. Es gab auch keine nennenswerte Beschwerden, ein Problem sei eher der zunehmende Vandalismus, weshalb die Gesamtschule Oelde sogar über Videoüberwachung im Umfeld der Toilettenanlagen nachdenke.
Im Wadersloher Ausschuss folgten die Mitglieder der CDU-Fraktion einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung, die anmerkte, dass das Problem nicht durch bauliche Maßnahmen, sondern vor allem durch gemeinsame Aktionen und Prävention zu lösen sei. Verstärkte Lehreraufsicht, unterstützt durch Schüler der Oberstufe, helfen mehr als bauliche Veränderungen.
Bürgermeister Christian Thegelkamp: „Wir fragen uns, was an anderen Schulen möglich ist, warum das an der Wadersloher Sekundarschule unmöglich sein soll.“ Mit den Stimmen der CDU-Fraktion wurde mehrheitlich beschlossen, dass zunächst keine baulichen Veränderungen durchgeführt werden und das Thema in einem Jahr erneut aufgerufen wird.