Klimaneutralität für die Gemeinde Wadersloh

Stellungnahme der CDU Wadersloh zum Antrag der „Bürgerinitiative Klimaneutralität 2035“

11.05.2021, 12:30 Uhr | Wadersloh/Liesborn/Diestedde
Schon vor 30 Jahren förderte die Gemeinde Wadersloh den Bau der ersten Windkraftanlage auf dem Gemeindegebiet mit 25.000 Euro. In Diestedde wurde vom Verein für umweltfreundliche Energien Wadersloh diese kleine Windkraftanlage  betrieben.
Schon vor 30 Jahren förderte die Gemeinde Wadersloh den Bau der ersten Windkraftanlage auf dem Gemeindegebiet mit 25.000 Euro. In Diestedde wurde vom Verein für umweltfreundliche Energien Wadersloh diese kleine Windkraftanlage betrieben.

Die „Bürgerinitiative Klimaneutralität 2035“ übergab kürzlich Bürgermeister Christian Thegelkamp einen Antrag, der die Klimaneutralität der Gemeinde Wadersloh bis Ende 2035 fordert.
Hier Auszüge aus dem Antrag und eine erste Stellungnahme des Fraktionsvorstands der CDU Wadersloh.
"Die Gemeinde Wadersloh ist im Klimaschutz schon sehr aktiv. Eine Klimamanagerin wurde eingestellt und ein Klimaschutzkonzept ist in der ersten Ausarbeitungsphase. Es fehlt aber ein klares Klimaziel, und ein geeignetes Monitoring-Verfahren wurde noch nicht benannt. Aus dem Grunde möge der Rat der Gemeinde Wadersloh auf Antrag der Unterzeichner folgendes beschließen:

1. Klimaneutralität für die Gemeinde Wadersloh bis Ende 2035
2. Verankerung einer echten Klimaneutralität bis 2035 im Klimaschutzkonzept
3. Regelmäßige Überprüfung der Klimaziele durch ein Monitoring-Verfahren

Das Klimaschutzkonzept (KSK) soll als Grundlage dienen, eine Klimaneutralität bis 2035 für die Gemeinde Wadersloh zu erreichen. Es soll in Gänze oder zum Teil dazu herangezogen werden, faire, konkrete und wirksame Maßnahmen aufzuzeigen und zu erlassen, die die Gemeinde Wadersloh in den Bereichen Mobilität, Energie, Wirtschaft, Stadtentwicklung und Landwirtschaft zur Klimaneutralität bis 2035 führen."

Und hier die Stellungnahme der CDU:
„Für die CDU in der Gemeinde Wadersloh sind Klimaschutz und Nachhaltigkeit wichtige Zukunftsthemen.

Als christliche Partei fühlen wir uns der „Bewahrung der Schöpfung“ verpflichtet. Mit der Ablehnung des Antrags zur Ausrufung eines „Klimanotstandes“ haben wir bereits deutlich gemacht, dass wir nichts von Symbolpolitik halten.
An vielen Stellen der Gesellschaft wird viel zu viel geredet und diskutiert, aber nicht gehandelt. Deshalb haben wir das Netzwerk für Klimaschutz und Nachhaltigkeit (NKN) initiiert. Es hat zum Ziel, aus der Bürgerschaft heraus und vor allem gemeinsam mit ihr, Konzepte und Visionen für mehr Klimaschutz zu entwickeln.

Die Sprecher der verschiedenen Arbeitsgruppen haben den Ratsmitgliedern kürzlich eindrucksvoll die Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit präsentiert. Damit der Erfolg der vielfältigen Aktionen sowie die Folgen politischer Entscheidungen bewertbar werden, bedarf es konkreter Ziele. Mit dem Antrag auf Klimaneutralität bis 2035 wird ein solches Ziel genannt.

Nach der Einbringung des Antrages in den Hauptausschuss wird im weiteren politischen Beratungsprozess zu klären sein, was die Antragsteller konkret unter „Klimaneutralität“ verstehen, welche Messgrößen zu ihrer Bewertung geeignet sind und welchen Ist-Zustand wir aktuell in der Gemeinde Wadersloh vorfinden. Wichtige Grundlagenarbeit leistet in diesem Zusammenhang die NKN-Gruppe „Energie“ mit ihren Ansätzen zur Gleichzeitigkeitsmessung und für ein kommunales Energiekonzept 2032.

Das durch Stefanie Göke zu erarbeitende Klimaschutzkonzept ist ein weiterer wichtiger Baustein zur Erreichung von Klimaneutralität. Uns ist wichtig, dass bei den anstehenden Entscheidungen Fragen wie Sozialverträglichkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit bedacht werden. Basis von Klimaschutz sind Wertschöpfung und Akzeptanz durch die Bevölkerung. Wir unterstützen den Antrag auf „Klimaneutralität bis 2035“!