Aktuelle Schulstatistik macht nachdenklich

Grundschulverbund hat sich bewährt

14.03.2022, 22:05 Uhr | Wadersloh. Liesborn, Diestedde
In die Wadersloher Sekundarschule wurden 29 Einpendler aus den Nachbargemeinden neu angemeldet.
In die Wadersloher Sekundarschule wurden 29 Einpendler aus den Nachbargemeinden neu angemeldet.

Jährlich zur zweiten Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport wird von der Gemeindeverwaltung eine ausführliche Schulstatistik vorgelegt, die auch zukunftsweisend ist, manchmal auch politisches Handeln erfordert. Langfristig sind Prognosen für das Wahlverhalten der Eltern für den Übergang ihrer Kinder auf eine weiterführende Schule sehr unsicher. Umzüge der Familien sind ebenfalls nicht vorhersehbar. Da für das nächste Schuljahr jedoch die Anmeldungen für die Sekundarschule und das Johanneum bereits vorliegen, sind hier eher kleinere Verschiebungen zu erwarten.

Erfreulich ist, dass die Anmeldezahlen für den Grundschulverbund Wadersloh mit 117 Anmeldungen eine sehr gute Verteilung auf die drei Standorte Wadersloh (63 = 3 Klassen), Liesborn (30 = 2 Klassen) und Diestedde (24 = 1 Klasse) ermöglicht. Aufgrund der Geburtenzahlen der z.Zt. in der Gemeinde wohnenden Kinder wird der Politik auch in den nächsten Jahren eine lange Diskussion, wie vor drei Jahren über die Klassenverteilung des Grundschulverbunds, erspart bleiben. 

Bei den vorläufigen Anmeldezahlen zum Schuljahr 2022/23 fällt auf, dass 48,8% der Grundschüler auf das Gymnasium Johanneum wollen, 6,6% beim Ev, Gymnasium Lippstadt und 10,7% an der Gesamtschule Lippetal in Herzfeld angemeldet wurden. Zwei Drittel könnten also das Abitur als Schulabschluss anstreben.

Die Wadersloher Sekundarschule hat nur 49 Anmeldungen für Kinder aus der Gesamtgemeinde, profitiert aber von 29 Einpendlern aus Stromberg, Sünninghausen, Benteler, Oelde, Langenberg und Keitlinghausen.

Auch auf das Johanneum gehen traditionell Schüler aus den Nachbargemeinden. Vor drei Jahren waren dies noch 46 Prozent der Fünftklässler. Zum neuen Schuljahr werden von den insgesamt 75 angemeldeten Schülern nur noch 20% Auswärtige erwartet. Eine Entwicklung, die Anlass zur Besorgnis gibt, intensiv beobachtet, analysiert und umgekehrt werden muss.