CDU-Antrag zur Regenwassernutzung

Förderkonzept für ökologisch sinnvolle Speicherung und Verwertung von Regenwasser entwickeln

13.02.2022, 15:37 Uhr
Dieser Flachtank von der Firma Graf ist sicher die Maximallösung, es geht auch einfacher mit oberirdischen Speichern. Foto:Otto Graf GmbH
Dieser Flachtank von der Firma Graf ist sicher die Maximallösung, es geht auch einfacher mit oberirdischen Speichern. Foto:Otto Graf GmbH

Die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Wadersloh stellt folgenden Antrag: Die Verwaltung wird beauftragt, ein Förderkonzept im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel „Klimaschutz“ zu entwickeln mit dem Ziel, dass das Regenwasser von Dachflächen von Privathäusern wieder auf den Grundstücken versickert.
Bisher wird das Regenwasser u.a. auch von Dächern von Privathäusern in den Dörfern nahezu vollständig über die Kanalisation in Misch- oder Trennabwasserkanälen entwässert. Daneben werden die Garten- und Rasenflächen bei anhaltender Trockenheit häufig mit Frischwasser bewässert. Es ist aus unserer Sicht nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch zur Entlastung unserer Regenrückhaltebecken dienlich, das Regenwasser wieder auf den Grundstücken versickern zu lassen, bzw. in Tonnen oder Zisternen aufzufangen und zur Bewässerung zu nutzen.

Würde wieder mehr Regenwasser vor Ort versickern, nutzt das der vorhandenen Vegetation, aber auch dem Grundwasser. Erreicht würde, dass Kleintiere und Insekten im Sommer länger feuchte Flächen vorfinden, dass die Vegetation (auch Straßenbäume!) gesund bleibt und damit mehr CO2 aufnehmen kann, dass letztlich das Mikroklima vor Ort verbessert wird. Aber auch bei Starkregenereignissen würde es zu erheblichen Entlastungen der Regenrückhaltebecken sowie der Kläranlage führen, weil mehr Wasser in der Fläche zurückgehalten wird.
Wie die letzten Sommer zeigten, wird die Versorgung mit Trinkwasser immer schwieriger. Die vermehrte Nutzung von Regenwasser würde auch hier eine Entlastung bringen. Bauliche Maßnahmen, um Dachflächen teilweise oder ganz vom Kanalnetz zu nehmen, sind mit Arbeit und Kosten verbunden. Insbesondere die zu erwartenden Kosten übersteigen die Einsparung, die durch eine verminderte Regenwassergebühr erzielt wird. Hier soll das Förderprogramm aber nur ein Anreiz für die Hauseigentümer sein, selbst auf eigenem Grund für Klimaschutz und Nachhaltigkeit tätig zu werden. Wir sind sicher, dass damit das Bewusstsein für dieses Thema geschärft wird und ein nachhaltiger Beitrag für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu erzielen ist.