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18.09.2019, 10:21 Uhr | braun/grothues
Kein "Klimanotstand" in Wadersloh ausgerufen, aber weiteren Handlungsbedarf erkannt
Runder Tisch zum Thema Klimaschutz geplant
Im letzten Umweltausschuss (2.9.19) haben die CDU-Mitglieder des Ausschusses die Anträge der FWG-Fraktion und der SPD-Fraktion abgelehnt, in denen gefordert wurde, dass die Lokalpolitik den Klimanotstand für das Gemeindegebiet Wadersloh ausrufen solle. Vielmehr sprachen sich die Mitglieder der CDU für konkrete Beschlüsse und Maßnahmen anstelle von plakativen Beschlüssen ohne Verpflichtung aus und wehrten sich gegen solche Symbolpolitik.
Der Begriff „Notstand“ trifft für die Gemeinde Wadersloh nicht zu. Hier leidet kein Bürger Not, weil die Ratsdamen und -herren etwas unterlassen haben. Aber auch den Mitgliedern der CDU ist sehr bewusst, dass die globale Klimaerwärmung und die daraus resultierenden Folgen uns auch vor Ort betreffen. Dafür brauchen wir nicht auf das Bild eines abschmelzenden Gletschers zu schauen, sondern nur in unsere hiesigen Wälder zu gehen. Wir brauchen keine Symbolpolitik, sondern weitere gemeinsame Projekte von Gemeinde, Vereinen, Verbänden und allen Bürgerinnen und Bürgern, sowie gerne auch von den Jugendlichen der „Fridays for Future-Bewegung“. Dazu wird die CDU Wadersloh im nächsten Hauptausschuss einen runden Tisch initiieren. Auch die Veranstaltung der Jungen Union Wadersloh am letzten Freitag mit unserem Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum zum Thema “Energiewende in NRW: Klimaschutz & bezahlbarer Strom für Wirtschaft und Verbraucher" war richtungsweisend.
Henning Rehbaum referierte auf Einladung der JU Wadersloh zum Thema Klimaschutz und bezahlbarer Strom für Wirtschaft und Verbraucher.(von links Rehbaum, Jens Brökelmann, Vorsitzender der JU Wadersloh und Frederik Büscher, stellv. Kreisvorsitzender der CDU
Wadersloh/Liesborn/Diestedde - Die CDU Wadersloh begleitet seit Jahren initiativ und unterstützend die vielen Maßnahmen zum Klimaschutz auf dem Gebiet der Gemeinde Wadersloh. Hier ein paar Beispiele dazu: Wir sind die einzige Kommune im weiten Umfeld, die ein eigenes Windrad betreibt und darüber hinaus an zwei weiteren WEA beteiligt ist. Vor gut 10 Jahren haben wir alle geeigneten öffentlichen Dachflächen der UEW (Umweltfreundliche Energien Wadersloh e.G.) für die Erzeugung von Solarstrom zur Verfügung gestellt. Wir haben von der UEW ein E-Auto gemietet. Wir betreiben zwei Blockkraftheizwerke, sind Fairtrade Gemeinde, unterstützen einen Bürgerbus, haben ein breites Netz an Radwegen und bauen dieses ständig aus, wir engagieren jährlich einen Umweltkasper für unsere Grundschulkinder, haben die Schulen umfangreich energetisch saniert und sorgen aktuell dafür, dass unser Lehrschwimmbecken nach strengen heiztechnischen Vorschriften modernisiert wird, viele unserer Straßen und Wege werden mit LED-Licht beleuchtet und weiteres mehr. Warum sollten wir vor dem Hintergrund dieser umfangreichen Maßnahmen, die wir mit unserer Mehrheit bereits auf den Weg gebracht haben, noch beschließen, dass auch auf dem Gebiet der Gemeinde Wadersloh ein Klimanotstand herrscht?