Zukunftsweisende Heizung für das Feuerwehrgerätehaus in Liesborn

Gemeinde plant 30kWp-Photovoltaik-Anlage in Eigenregie als Ergänzung

Der nach der Kommunalwahl neu zusammengesetzte Umweltausschuss hatte bereits in seiner ersten Sitzung im Januar ein Signal gesetzt, als er bei der Beratung über die neue Heizungsanlage des Feuerwehrgerätehauses Liesborn nicht der von der Verwaltung vorgeschlagenen billigsten Lösung zustimmte.

Weitere Varianten, insbesondere in Kombination mit Photovoltaik, sollten geprüft werden. Ende April hatte schließlich ein Planungsbüro neun neue Vorschläge tabellarisch gegenübergestellt. Eine Solewärmepumpe in Verbindung mit einer gemeindeeigenen 30 kWp-Photovoltaik-Anlage und einem Gasbrenner überzeugte die Ausschussmitglieder.
Die Investitionskosten sind zwar am höchsten, aber die Mehrausgaben rechnen sich sowohl ökonomisch als auch ökologisch. Die CO2-Bilanz beträgt im Jahr – 7,8 Tonnen, was nur durch eine Pellet-Heizung zu toppen ist, diese ist aber in den Betriebskosten wesentlich teurer.
In einer Gesamtkostenrechnung über 20 Jahre schneidet die vom Ausschuss beschlossene Variante am günstigsten ab, obwohl für die PV-Anlage etwa 40.000 Euro zusätzlich in den Haushalt gestellt werden müssen. „Diese Variante trägt dem Umweltgedanken Rechnung“, bemerkte im Ausschuss Rudi Luster-Haggeney, CDU-Fraktionsvorsitzender. Auch der Bauausschuss schloss sich im Mai einstimmig dem Votum des Umweltausschusses an, sodass die Verwaltung die Ausschreibung ausarbeiten kann.

Letzte freie Grundstücke in Diestedde-West jetzt verfügbar

Kein Los-Verfahren bei der Grundstücksvergabe

Auf das letzte freie Grundstück im Bauabschnitt Diestedde-West 2 wurde kürzlich ein Fertighaus montiert, sodass man jetzt schon mal an den Endausbau dieses Gebietes denken könnte.

Für den dritten Bauabschnitt mit elf Grundstücken müsste nun zeitnah die Erschließung erfolgen, da sich bereits sechs Interessenten bei der Gemeinde Wadersloh gemeldet haben. Die Grundstücke sind zwischen 601 und 936 Quadratmeter groß.

Anders als bei den ersten beiden Bauabschnitten konnte die Gemeinde die Grundstücke nicht erwerben. Der Besitzer vergibt sie im Rahmen des Erbbaurechts. Die Gemeinde tritt jedoch als Vermittler auf. Auch die Erschließungs-, Anschluss- und Endausbaukosten gehen nach Vertragsabschluss an die Gemeinde.

Aufgrund der gestiegenen Baupreise und der immer höheren Kosten für die Infrastrukturmaßnahmen erscheint das Bauen auf Erbbaugrund wieder attraktiver zu werden.

Interessenten für die letzten in Diestedde-West zu bebauenden Grundstücke müssen sich bei der Gemeinde Wadersloh melden. Es gibt kein Los-Verfahren wie bei den Grundstücken im zweiten Bauabschnitt!

Hier hat Alt werden Zukunft

Wadersloher „Hand in Hand“ als Leuchtturm-Angebot ausgewählt

Im letzten Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales wurde berichtet, dass der vom Wadersloher Seniorennetzwerk und der Gemeindeverwaltung vorgeschlagene Verein „Hand in Hand e.V.“ vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW in die digitale Landkarte mit sogenannten „Leuchtturm-Angebote“ für das Projekt „Nordrhein-Westfalen – hier hat Alt werden Zukunft!“ eingetragen wurde. „Hand in Hand" bietet Hilfsdienste für Senioren, Bedürftige und Menschen mit Behinderung in der Gemeinde Wadersloh an. Auch pflegenden Angehörigen wird Unterstützung geboten. Bereits seit Juli 2004 arbeiten die Mitglieder ehrenamtlich und überkonfessionell in allen Ortsteilen.

Einmal im Monat wird der Seniorenmittagstisch "Essen & Klönen" angeboten. „Hand in Hand“ organisiert damit für diejenigen, die ansonsten vielleicht nicht regelmäßig in Gesellschaft mit anderen essen, eine schöne Gelegenheit des Zusammenseins. Der Verein zeichnet sich durch den unermüdlichen Einsatz und das ehrenamtliche Engagement aus und umfasst mit den zielgerichteten Angeboten alle erdenklichen teilhabefördernde Projekte.
Auskünfte erteilt Brigitte Kettrup, E-Mail: b.kettrup(at)gmx.de

Die Mitteilung wurde zustimmend zur Kenntnis genommen. Auch CDU-Ratsmitglied Lucia Meerbecker freute sich, dass „Hand in Hand“ als Leuchtturm-Angebot ausgewählt wurde. Im Ausschuss brachte sie es auf den Punkt: „ Der Verein hilft vielen Menschen in ihren teilweise einsamen Situationen.“

Klimaschutz und Nachhaltigkeit

AG Mobilität des NKN votiert für alternative Antriebe und Carsharing

Die Arbeitsgruppe Mobilität hat sich in den letzten Monaten intensiv mit zukünftigen Antriebsarten unserer Kraftfahrzeuge beschäftigt und diese in der letzten Ratssitzung vorgestellt.

Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor könnten langfristig Auslaufmodelle sein, zumindest wenn sie mit fossilen Treibstoffen angetrieben werden. Favorisiert werden also Elektrofahrzeuge, deren Akkus vorzugsweise mit grünem Strom aufgeladen werden. Der Fuhrpark der Gemeinde sollte sukzessive auf alternative Antriebe umgestellt werden.
Durch gezielte Beratung könnten auch Wadersloher Bürger und Unternehmer von der Notwendigkeit der Umstellung auf Fahrzeuge mit CO2-neutralem Antrieb überzeugt werden, damit sie bei Neuanschaffungen ihrer Fahrzeuge auf Elektromobilität setzen.

Auch Wasserstoff gehört zu den neuen alternativen Kraftstoffen der Zukunft. Zurzeit wird der Wasserstoff jedoch hauptsächlich aus Methan/Erdgas und anderen Kohlenwasserstoffen gewonnen. Ideal wäre die Gewinnung durch Elektrolyse mit Strom aus der Photovoltaik oder Windkraft, wenn der Wirkungsgrad nicht so schlecht wäre. Für eine nutzbare kWh im Auto benötigt man nämlich 5 kWh Primärstrom für den gesamten Wasserstoff-Pfad. Kurzfristig sollte Wasserstoff daher eher als Grundstoff für industrielle Prozesse verwendet werden.

Für Langstrecken-Lastverkehr (LKW, Busse) könnte eher die Verwendung von CNG-Gas in Frage kommen, auch wenn bei dessen Verbrennung CO2 entsteht. Diesem komprimierten Erdgas kann und wird immer mehr Biogas zugesetzt, sodass das CNG klimaneutral würde, weil es nicht mehr CO2 freisetzt, als die Pflanzen während ihres Wachstums aufgenommen haben. Im CNG-Gas sind deutlich weniger Schadstoffe enthalten als in dem bekannteren Autogas LPG, das als Flüssiggas ein Gemisch aus Butan und Propan ist. Die AG Mobilität schlägt z.B. vor, dass der nächste Bürgerbus einen alternativen Antrieb erhalten sollte. Die Gasmotorentechnik ist entwickelt und in vielen Fahrzeugen bereits verfügbar, und die Westfalen-Tankstelle in Oelde liefert schon heute das CNG!

Das ging erfreulich schnell

Jugendhilfe Mindful übernimmt Trägerschaft der „Villa Mauritz“

Anfang des Jahres erst hatte der aktuelle Träger des Wadersloher Jugendtreffs „Villa Mauritz“, das Kolpingjugendwerk e.V., der Gemeindeverwaltung mitgeteilt, dass er die Trägerschaft der „Villa Mauritz“ auf Dauer nicht weiter ausführen könne. Schon in der Mai-Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie und Soziales präsentierte die Verwaltung nun einen neuen Träger, der zu fast gleichen Konditionen wie sein Vorgänger den Jugendtreff in der Villa Mauritz übernehmen will. Auch die bisherige Leiterin Vanessa Protte würde ihren Arbeitsplatz behalten.

Die Verwaltung ist überzeugt, mit der Gemeinnützigen Gesellschaft für Jugendhilfe Mindful einen Träger gefunden zu haben, der den Jugendtreff „Villa Mauritz“ dauerhaft erfolgreich weiterbetreiben kann. Mit Mindful hat die Gemeinde Wadersloh bereits gute Erfahrungen bei der Durchführung des Jugendforums gemacht. Ferner wird in diesem Jahr das Projekt „Beweg was“ ebenfalls durch Mindful begleitet. Mindful betreibt bereits einen Jugendtreff in Warendorf und ist mit der Arbeit eines Jugendtreffs entsprechend gut vertraut. Die Vertragslaufzeit soll bereits am 1. Juli beginnen.

CDU-Ratsmitglied Lucia Meerbecker zeigte sich begeistert von dem im Ausschuss vorgestellten neuen Konzept und der Idee, auch einen männlichen Betreuer einzubinden sowie auch Angebote am Wochenende zu unterbreiten.  Von der konzeptionell und fachlich hervorragenden Arbeit von Mindful konnte sich die Delegation der CDU Fraktion bereits beim Besuch des Jugendforums im Oktober 2019 in Alhorn überzeugen. Dieses leitete Oliver Bokelmann, Geschäftsführer von Mindful.


"Was lange währt, wird endlich gut“

Straßensanierungsmaßnahme der Königstraße in Liesborn begonnen, Lage der Querungshilfe sollte aber korrigiert werden

Derzeit läuft in Liesborn unübersehbar die Sanierung der innerörtlichen Königstraße ab der Ampelkreuzung bis zum Ortsausgang Benninghauser Straße. Um diesen sehr alten Sanierungswunsch Nachdruck zu verleihen, hat die CDU Ortsunion Liesborn bereits 2012 den damals neuen CDU Vertreter für die Gemeinde Wadersloh im Landtag von NRW, Henning Rehbaum, nach Liesborn eingeladen. Das war seinerzeit sein erster Besuch im Golddorf. Im April 2012 haben ihm die Mitglieder der CDU Ortsunion die gravierenden Schadstellen vor Ort gezeigt. Diese wurden dann vorübergehend beseitigt, wobei sich alle Beteiligten einig waren, dass hier eine grundlegende Sanierung alternativlos sei.

Sein Besuch war aber auch mit einer weiteren Bitte der Liesborner Christdemokaten verbunden. „Jetzt oder nie“, so der CDU Vorsitzende Klaus Grothues, „ist  Gelegenheit auch die kombinierte Querungshilfe und Abbremsschikane am Ortseingang zu optimieren, um ihr die Funktion zu geben, die sie schon beim Bau bekommen sollte, nämlich auch den Eingangsverkehr abzubremsen“.

Klimaneutralität für die Gemeinde Wadersloh

Stellungnahme der CDU Wadersloh zum Antrag der „Bürgerinitiative Klimaneutralität 2035“

Die „Bürgerinitiative Klimaneutralität 2035“ übergab kürzlich Bürgermeister Christian Thegelkamp einen Antrag, der die Klimaneutralität der Gemeinde Wadersloh bis Ende 2035 fordert.
Hier Auszüge aus dem Antrag und eine erste Stellungnahme des Fraktionsvorstands der CDU Wadersloh.
"Die Gemeinde Wadersloh ist im Klimaschutz schon sehr aktiv. Eine Klimamanagerin wurde eingestellt und ein Klimaschutzkonzept ist in der ersten Ausarbeitungsphase. Es fehlt aber ein klares Klimaziel, und ein geeignetes Monitoring-Verfahren wurde noch nicht benannt. Aus dem Grunde möge der Rat der Gemeinde Wadersloh auf Antrag der Unterzeichner folgendes beschließen:

1. Klimaneutralität für die Gemeinde Wadersloh bis Ende 2035
2. Verankerung einer echten Klimaneutralität bis 2035 im Klimaschutzkonzept
3. Regelmäßige Überprüfung der Klimaziele durch ein Monitoring-Verfahren

Das Klimaschutzkonzept (KSK) soll als Grundlage dienen, eine Klimaneutralität bis 2035 für die Gemeinde Wadersloh zu erreichen. Es soll in Gänze oder zum Teil dazu herangezogen werden, faire, konkrete und wirksame Maßnahmen aufzuzeigen und zu erlassen, die die Gemeinde Wadersloh in den Bereichen Mobilität, Energie, Wirtschaft, Stadtentwicklung und Landwirtschaft zur Klimaneutralität bis 2035 führen."

Und hier die Stellungnahme der CDU:
„Für die CDU in der Gemeinde Wadersloh sind Klimaschutz und Nachhaltigkeit wichtige Zukunftsthemen.

Höchste Priorität – Fahrradfahren

AG Mobilität des NKN stellte im Wadersloher Gemeinderat „Vision 2030“ vor

Im Rahmen der Vorstellung von Arbeitsergebnissen der verschiedenen Gruppen des Netzwerkes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit (NKN) berichtete in der letzten Ratssitzung auch Ludger Rembeck aus der AG Mobilität. Diese befasste sich mit Förderansetzen fürs Radfahren, alternativen Antrieben für Pkw und Bus, Carsharing, einer Mitfahr-App und dem ÖPNV.

Dem Antrag der Arbeitsgemeinschaft zur Beschaffung von zwei Lastenfahrrädern stimmte der Rat im Februar bereits zu. Sie werden den Bürgerinnen und Bürgern für eine Ausleihgebühr von 20 Euro zur Verfügung gestellt.
Am 28. April beschloss der Umweltausschuss auf Antrag des NKN außerdem den Beitritt der Gemeinde Wadersloh zum Zukunftsnetz Mobilität NRW. Im nächsten Hauptausschuss am 9. Juni stehen zwei weitere Anträge der AG Mobilität auf der Tagesordnung: Die Einrichtung eines ehrenamtlichen Radverkehrsbeauftragten und die Einrichtung eines Carsharing-Angebots in Wadersloh.

In der „Vision 2030“ stand zunächst also das Fahrrad im Mittelpunkt. So soll u.a. eine Bestandsaufnahme aller Rad- und Fußwege erfolgen. Schwerpunkte sind die Verbindung aller Ortsteile über sichere Radwege incl. Beleuchtung,
die Erhöhung der Anzahl von Fahrradständern in den Ortskernen sowie die
Schaffung von Lademöglichkeiten für Radfahrer an Ladepunkten für E-Autos.

Die Anregungen aus der „Vision 2030“ werden nun in den Fraktionen und zuständigen Ausschüssen beraten. Über die weiteren Schwerpunkte der AG Mobilität wird in Kürze berichtet.

Gemeindezuschuss nicht mehr nötig

Neuer Caterer, neues Abrechnungssystem, Wahlmöglichkeiten beim Mensaessen in der Sekundarschule und im Grundschulverbund

Zum neuen Schuljahr wird sich vor allem in der Sekundarschule bei der Mittagsverpflegung einiges ändern. Das Essen wird vielseitiger werden, regional gekocht und die Schülerinnen und Schüler können meist zwischen einem fleischhaltigen und einem vegetarischen Menü wählen. Man geht als mehr auf die Bedürfnisse der Jugendlichen ein.

Auch das neue Abrechnungssystem ist gerechter. Bezahlt werden müssen nur die tatsächlich ausgegebenen Menüs, d.h. keine pauschale monatliche Abrechnung auch bei Abwesenheit oder in den Ferienmonaten. Eine Chipkarte macht‘s möglich, die Abrechnung erfolgt monatlich direkt zwischen Lieferant und den Eltern. Auch die Verrechnung von Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BUT) übernimmt der Caterer.

In der letzten gemeinsamen Sitzung von Hauptausschuss und Ausschuss für Schule, Kultur und Sport musste nun über das bisherige Zuschusssystem der Gemeinde beraten und abgestimmt werden. Vor etwa 12 Jahren als es noch neu und ungewöhnlich war mittags in der Schule zu essen, gab es noch von keiner Stelle einen Zuschuss zum Mensaessen, auch nicht für Kinder aus ärmeren Verhältnissen. Deshalb wurde von der Gemeinde ein Zuschuss von einem Euro pro Essen beschlossen, der später auf 50 Cent abgesenkt wurde, da Kinder, denen Leistungen aus dem BUT zustehen, kostenlos an der Mittagsverpflegung teilnehmen können. Dies gilt für alle, die Anspruch auf ALG2, Sozialhilfe, Kinderzuschlag oder Wohngeld haben. Sollte es trotzdem Kinder geben, deren Eltern das Essen nicht bezahlen können, greift der Härtefallfond NRW „Alle Kinder essen mit“. Hier sind auch Kinder berechtigt, wenn das anzurechnende Einkommen der Eltern bis zu 20% über dem, das im BUT angesetzt ist, liegt. Der neue Caterer aus Hovestadt berechnet für ein Essen 3,50 Euro.

Keine 1,80 m hohen Zäune für die Regenrückhaltebecken

Bürgermeister Christian Thegelkamp lässt CDU-Vorschlag juristisch überprüfen

Rückblende. Das Thema ist nicht neu. Es geht um die Einzäunung der Regenrückhaltebecken (RRB) in allen drei Ortsteilen. Alte und neue, man könnte sie zu einem Teil auch Regenrückhaltesenken nennen. Aber die Bezeichnung ist nicht ausschlaggebend, so wie es bis heute keine rechtssichere Festlegung gibt, ob und wie hoch RRB eingezäunt werden müssen. Schon in der letzten Legislaturperiode war das ein großes Thema. Damals ging es um die RRB in Diestedde, von denen inzwischen eines auch auf Betreiben der CDU wegen der Nähe zu einem Spielplatz mit einer Buchenhecke gesichert wurde. Der Bauausschuss im März 2021 hatte nun über die RRB in Liesborn und Wadersloh zu entscheiden. Die CDU-Mitglieder im Ausschuss folgten wieder nicht dem Beschlussvorschlag der Gemeindeverwaltung, die ohne Augenmaß und Differenzierung alle RRB mit einem 1,80 m hohen Zaum sichern wollte.

Die CDU hatte jedes RRB unter die Lupe genommen und im Ausschuss darauf hingewiesen, dass die RRB teilweise absichtlich großflächig angelegt seien, damit sie auch ohne hohe Zäune keine Gefahr für spielende Kinder in der Nähe bedeuteten. Mit der CDU-Mehrheit im Ausschuss, die FDP enthielt sich, wurde der Beschluss gefasst, dass nur an bestimmten Stellen ein 1,40 m hoher Zaun angelegt werden solle. Nun lässt BM Christian Thegelkamp diesen Beschluss von einem Anwalt seiner Wahl überprüfen.

Konkrete Pläne zum Klimaschutz

AG Energie: 1000-Dächer-Projekt Wadersloh

Die erste Vorstellung der 144 Projektideen, die vom Netzwerk für Klimaschutz und Nachhaltigkeit (NKN) bisher erarbeitet wurden, stieß bei der letzten Ratssitzung (19.4.) auf großes Interesse bei den Ratsmitgliedern. Besucher waren zwar zugelassen, blieben aber coronabedingt leider fern.

Das NKN war auf Anregung der CDU vor eineinhalb Jahren gegründet worden und nach Einstellung der Klimaschutzmanagerin Stefanie Göke mit fünf Arbeitsgruppen gestartet. Auch Ratsmitglieder und Sachkundige Bürger waren aktiv, die Sprecherfunktion überließ man jedoch bewusst anderen Mitgliedern der AGs.

In der Ratssitzung stellte Lukas Große Wienker per Videoschaltung und PowerPoint-Präsentation die ersten Ergebnisse der AG Energie vor, auch die AG-Mitglieder konnten online die Präsentation verfolgen. Zunächst ging Große Winker auf die Möglichkeiten der Energieberatung ein, die mit Hilfe von Flyern und den Internetangeboten z.B. der Verbraucherzentrale, der Energieagentur oder dem Umweltbundesamt jeder selbst abrufen kann. Das Motto lautet: „Schon mit geringen Maßnahmen können Sie Energie und damit CO2 und bares Geld sparen.“

Es folgte die große Übersicht der Maßnahmen, um bis 2032 das „kommunale Energiekonzept“ zu erreichen.
1. Strombedarfsermittlung
2. Zubau Erneuerbarer Energien
3. Spitzen- und Tagesausgleich mit Batterien 4. Überschuss: Power-to-gas (Elektrolyseur), also Wasserstoffproduktion
Nach diesem futuristischen Zielen wurde Lukas Große Wienker wieder ganz bodenständig und stellte das 1000-Dächer-Projekt Wadersloh vor.


Netzwerk Klimaschutz und Nachhaltigkeit (NKN) zieht erste Bilanz

Vorstellung der erarbeiteten Projekte am Montag in der Ratssitzung

Im August 2020 starteten die ersten Treffen des „Netzwerks Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ in der Gemeinde Wadersloh. In fünf verschiedenen Arbeitsgruppen mit den Themenschwerpunkten „Mobilität“, „Energie“, „Bauen & Städteplanung“, „Bildung, Wirtschaft & Konsum“ sowie „Umwelt & Konsum“ haben ca. 100 engagierte Bürgerinnen und Bürger Ideen entwickelt und Projekte  erarbeitet. Erste Anträge wurden bereits bei der Verwaltung beantragt und befinden sich schon in der politischen Diskussion.

Die Treffen wurden bis Ende März 2021 von der Verwaltung organisiert und betreut. Viele der Projekte bedürfen aufgrund planerischer und finanzieller Auswirkungen der Beratung in den politischen Gremien. Dies kann nicht für alle Projekt gleichzeitig erfolgen.

Die Projekte und die bisher vorliegenden Arbeitsergebnisse werden in der nächsten Ratssitzung am Montag, 19. April ab 17.30 Uhr, in der Aula der ehemaligen Realschule durch die jeweiligen AG-Gruppensprecher vorgestellt. Hieraus soll dann ein Kompendium erstellt werden, das schlussendlich nach politischer Beratung und Beschlussfassung, die Grundlage für die weitere Abarbeitung der Projekte des NKN bildet.

Bebauungsplan Rosenhöhe auf der Zielgerade

„Frühzeitige Beteiligung“ der Bürger auch mit einem Video bei YouTube (https://youtu.be/BPVaKzDYy0I )

Die Wadersloher Bürgerinnen und Bürger können sich in einem sehr schönen Video auf YouTube über die geplante Umgestaltung des ehemaligen Realschulgeländes im Wadersloher Ortskern ein Bild machen. Außerdem liegen bis 30. April die Entwürfe und Begründungen der 29. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Wadersloh und der Bebauungsplan Nr. 69 „Rosenhöhe“ im Rathaus zur Einsicht aus. Man nennt das in der Fachsprache „frühzeitige Beteiligung“.

Erfreulich ist, dass der Investor aus Hamm bzw. die Gemeinde Wadersloh in dem 42minütigen Film von Benedikt Brüggenthies das geplante Quartier „Rosenhöhe“ ausführlich vorstellt, sodass jeder sich schon mal ein Bild von der vorgesehenen Bebauung machen kann. Das Video kann mit dem Link

https://youtu.be/BPVaKzDYy0I

angesehen werden.

Im Quartier „Rosenhöhe“ sind die meisten Wünsche, die die Ratsmitglieder vor zwei Jahren im Sinne der erstellten Sozialraumanalyse geäußert hatten, verwirklicht. Neu ist, dass durch den inzwischen beschlossenen Umzug des Feuerwehrgerätehauses, sich die bebaubare Fläche auf nun etwa 13.000 qm vergrößert hat und die BWG Bau- und Wohnungsgenossenschaft Wadersloh eG für den Bau sozialverträglicher, preisgünstiger Wohnbebauung in einem Teil des Areals mit im Boot ist.

500.000 Euro für Wadersloh

Umbau des „Unteren Freudenbergs“ und des Feuerwehrgerätehauses Liesborn werden vom Land bezuschusst

Vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung kam heute (3.4.21) die erfreuliche Mitteilung, dass wir nicht nur bei der erstmalig in diesem Jahr ausgesprochenen Förderung für die Feuerwehrinfrastruktur mit 250.000 Euro, sondern zusätzlich nun auch aus dem Programm „Dorferneuerung 2021“ für die „innerörtliche Verbesserung der Verkehrsführung zur einheitlichen Gestaltung des Ortes“ 250.000 Euro bekommen.

Der „Untere Freudenberg“ ist wohl gemeint, die Pläne liegen schon lange in der Schublade und haben die gemeindlichen Gremien bereits passiert, nun kann die Ausschreibung der Maßnahme erfolgen. Der Kreis Warendorf erhält in diesem Jahr „nur“ 287.000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm (2020: 436.000 Euro), umso schöner, dass Wadersloh so viel Geld erhält.

Ina Scharrenbach (CDU), die zuständige Ministerin in NRW, betonte in ihrer Pressemitteilung: „In diesen Zeiten ist die ‚Dorferneuerung‘ des Landes NRW verlässlicher Partner an der Seite unserer Bürgerinnen und Bürger, Handwerks- und Wirtschaftsbetriebe sowie der Kommunen. Mit der ‚Dorferneuerung 2021‘ legen wir den Grundstein für den weiteren gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Entwicklungsperspektive für unsere kleinen Städte und Gemeinden.“ An beiden Programmen konnten nur Kommunen bzw. Ortsteile mit bis zu 10.000 Einwohnern teilnehmen.

Vom Lehrschwimmbecken zum Museum

CDU-Antrag sieht neue Wegführung vor

Nach Bewilligung eines Bundeszuschusses von 280.000 Euro für die Sanierung des Liesborner Lehrschwimmbeckens geht es hoffentlich nun mit den Bauarbeiten zügig voran. Auch der Umbau des Museums Abtei Liesborn macht Fortschritte und wird bald abgeschlossen sein, sodass auch das Umfeld, die Wege und Rasenflächen überplant oder neu instand gesetzt bzw. eingesät werden können.

Dabei bekommt die Wegführung vom Parkplatz Schwimmhalle zum Schützenplatz und östlich entlang des Klosterhofes hin zum Museumsvorplatz eine besondere Bedeutung. Dort,gegenüber des Eingangs in den Klosterhof, wird zukünftig der neue Haupteingang zum Museum Abtei Liesborn sein.

Auch der Bereich vor der Gaststätte Klosterhof ist zu berücksichtigen, um zukünftig dort eine mögliche Außengastronomie zu erleichtern.

Im Antrag der CDU-Fraktion wird nun die Verwaltung gebeten, dazu eine Planskizze zu erstellen und die möglichen Kosten der Maßnahmen zu schätzen. Die Umsetzung sollte zum Abschluss der Sanierungsmaßnahme Lehrschwimmbecken eingeplant und realisiert werden.


Zunächst elf barrierefreie Bushaltestellen geplant

Landeszuschuss beantragt

Im letzten Bauausschuss wurde ausführlich über den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen in allen drei Ortsteilen diskutiert. Parteiübergreifend sprachen sich die Fraktionen für eine rasche Verbesserung der momentanen Situation in Wadersloh aus. Für die zentral in den Ortsteilen gelegenen Haltestellen soll möglichst bald die Ein- und Ausstiegssituation verbessert werden.

Als vordringlich wurden die Haltestelle Wadersloh/Kirche, Wadersloh/Seniorenheim und Gymnasium Johanneum/Mauritz genannt. Wichtige Haltestellen in Liesborn sind am Bahnhof und an der Lippstädter Straße sowie in Diestedde an der Münsterstraße (B 58)/Abzweig Oelde. Das Land beteiligt sich an den Kosten mit bis zu 90%. Der Antrag aus Wadersloh ist bereits gestellt.

Strittig war im Bauausschuss nur die Anzahl der vordringlich umzubauenden Haltestellen. Die FWG-Fraktion forderte sogar, dass alle Bürgerbushaltestellen umgebaut würden, obwohl der DWL-Bürgerbusverein Wadersloh e.V. auf Nachfrage keine Anpassungswünsche äußerte, da das neue Niedrigflurfahrzeug auch für Menschen mit Beeinträchtigung oder Hilfsmitteln geeignet ist. Dieser Antrag wurde deshalb im Ausschuss abgelehnt. Auch dem Wunsch, alle Haltestellen langfristig barrierefrei auszubauen, wird man auch in den nächsten Jahren noch nicht nachkommen können.

Augenmaß bei Regenrückhaltesenken

Keine pauschale Absperrung mit 1,80 Meter hohen Zäunen

Bereits im letzten Jahr wurde im Bauausschuss beschlossen, dass die Regenrückhaltesenken (RRS) an der Diestedder Eichenallee und am Berkenweg wegen ihrer naturnahen Ausprägung und flachen Anlage nicht eingezäunt werden sollen. Lediglich die Senke an der Hagedornstraße sollte mit einer dichten Hecke umpflanzt werden, da sich nicht weit entfernt ein Kinderspielplatz befindet.

Sanierung des Seitenstreifens am Diestedder Mühlenweg geplant

Parkende Autos an der Gräfte sind ein Problem

Am 15. März haben die Vertreter der CDU-Fraktion im Bauausschuss dem Antrag der FDP zugestimmt, den Seitenstreifen des Mühlenweges zu sanieren. Wir meinen, dass diese Maßnahme den beliebten Wanderweg um Schloss Crassenstein aufwerten wird. Fußgänger müssen nach Ende des Bürgersteiges nicht mehr auf der Straße laufen und Fahrzeugen auf dem oftmals verschlammten Seitenstreifen ausweichen.

Möglichkeiten eines Kreisverkehrs an der Stromberger Straße/ Winkelstraße erörtert

Verwaltung stimmt sich mit dem Kreis ab und prüft Fördermittel

Bereits im November 2018 wurde die Verwaltung auf Antrag der CDU-Fraktion vom Bau-, Planungs-und Strukturausschuss beauftragt, die Realisierung eines Kreisverkehrs am Knotenpunkt Winkelstraße, Stromberger Straße (K14), Poßkamp und Hölzerne Straße zu prüfen und mit dem Kreis Warendorf abzustimmen, ob dort die Errichtung eines Kreisverkehrs möglich sei.

"Ein Kreisverkehr diene erheblich der Verkehrssicherheit und habe auch einen ökologischen Wert, da die Fahrzeuge langsamer führen und nur selten anhalten müssten“, betonte Rudi Luster-Haggeney, Fraktionsvorsitzender der CDU, an diesem Montagabend (15.3.), als das Thema Kreisverkehr im Bauausschuss wieder zur Sprache kam.

Zuvor hatte Dipl.-Ing. Hermann Himmelmann vom Ingenieurbüro Gnegel in Sendenhorst den Ausschussmitgliedern einen Vorentwurf und das Ergebnis einer Leistungsberechnung des Knotenbereichs vorgelegt. Er wies zwar auf den verhältnismäßig geringen Verkehr im untersuchten Bereich hin, nur Linksabbieger aus der Winkelstraße in Richtung Stromberger Straße hätten gelegentlich mit längeren Wartezeiten zu rechnen, doch unbestritten sei, dass ein Kreisverkehr die sicherste Variante in diesem Bereich ist.

Im dritten Anlauf erfolgreich!

280.000 Euro Zuschuss für die Schwimmbadsanierung in Liesborn

Das Warten hat sich nun doch gelohnt, denn nach zwei vergeblichen Bewerbungen um einen Zuschuss aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ konnte Bürgermeister Christian Thegelkamp am Montagabend im Bauausschuss berichten, dass 280.000 Euro für die Sanierung des Liesborner Lehrschwimmbeckens bewilligt wurden. Jetzt können auch die letzten Ausschreibungen für die Fertigstellung des Schwimmbads rausgehen. Den Zeitplan mit Eröffnung im Sommer wird man aber wohl nicht mehr einhalten können, denn die Handwerker im Baugewerbe haben meist die Auftragsbücher voll.

Die ursprünglich bereits bewilligte eine Million Euro für die Sanierung des Bades wurde vom zuständigen Projektträger Jülich (PtJ) zurückgezogen, da aufgrund einer Informationspanne zwischen Berlin und Wadersloh vorzeitig mit den Umbaumaßnahmen in Liesborn begonnen wurde. Das schließt wie fast immer eine Förderung aus.

Der Projektträger Jülich mit Hauptsitz in der Bundeshauptstadt betreut im Auftrag von Bundes- und Landesministerien Forschungs- und Innovationsprogramme. Er verwaltet jährlich fast zwei Milliarden Euro Fördermittel aus Steuergeldern.