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14.06.2020, 12:06 Uhr | braun
Wadersloher SPD – ohne Sinn und Verstand
CDU lehnt Einzäunung der Diestedder Regenrückhaltebecken (RRB) ab
In der letzten Bauausschusssitzung (8.6.) kam es auf Antrag der SPD zu einer zehnminütigen Sitzungsunterbrechung. Die CDU hatte zuvor signalisiert, dass man gegen den Verwaltungsvorschlag stimmen werde, der eine Einzäunung der RRB am Diestedder Berkenweg und an der Eichenallee vorsah. 1,80Meter hoch sollte der Stabgitterzaun werden!

In der Pause diskutierten SPD, FDP und Freie Wähler über das weitere Vorgehen, auch der parteilose BM Christian Thegelkamp war in der „Koalitionsrunde“ zu sehen. Statt einen Kompromissvorschlag im Ausschuss einzubringen, forderte Jan Smyzcek (SPD) anschließend, abweichend vom Tagesordnungspunkt, alle RRB in der Gemeinde mit einem 1,80 Meter hohen Zaun zu versehen.  (Fortsetzung unter WEITER)


Auch dieses lange "Regenrückhaltebecken", das eher ein Zulauf ist, wollten die SPD und die Verwaltung mit einem 1,80 Meter hohen Stabgitterzaun versehen!
Wadersloh/Liesborn/Diestedde - Smyzcek war beim offiziellen Ortstermin in Diestedde nicht anwesend, es liegt der Schluss nahe, dass er noch nie das RRB am Berkenweg gesehen hat. Es ist ein schmaler Graben, der das Regenwasser ohne Stau in das breit angelegte RRB an der Eichenallee leitet. Wofür also ein Zaun? Zwei Tage später verdrehte die SPD in einer Pressemitteilung noch bewusst die Tatsachen. Sie erinnerte an einen tödlichen Unfall an einem RRB in einem Wolfsburger Ortsteil. Sie schrieben: „Da die Politik sich hier nicht gekümmert habe, wurde sie zur Verantwortung gezogen." In Wahrheit wurde gegen vier Aufsichtspersonen einer Kita ermittelt, die mit zwölf Kleinkindern im Alter von einem bis drei Jahren einen Ausflug unternahmen. Dabei hatte sich der 16 Monate alte Junge unbemerkt von der Gruppe entfernt und ist in das 30 Meter entfernte RRB gefallen. Das Urteil gegen die Erzieherinnen ist noch nicht rechtskräftig, sie wurden bisher zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt. Der zuständige Bürgermeister ließ das nicht eingezäunt RRB untersuchen und sah keinen Handlungsbedarf, so auch der Staatsanwalt. Dieser tragische Unfall an einem RRB ist übrigens der einzige, der aktenkundig ist, tödliche Unfälle ereigneten sich sonst nur an Löschteichen und Baggerseen! Zurück nach Diestedde. Das in Stufen angelegten RRB an der Eichenallee wurde so breit angelegt, dass es keine Gefahr für Kinder darstellt. Nur bei echtem Starkregen führt es etwas Wasser, sodass man an die Eigenverantwortung der Eltern appellieren muss. In der Nähe des Spielplatzes an der Hagedornstraße soll auf Vorschlag der CDU eine Hecke das RRB abschirmen. Zwischen Spielplatz und RRB sind aber zusätzlich die Straße und Abstellplätze für Autos. Übrigens, der von der SPD geforderte 1500 Meter lange Zaun in Diestedde würde etwa 90 000 Euro kosten.