Netzwerk Klimaschutz und Nachhaltigkeit (NKN) zieht erste Bilanz

Vorstellung der erarbeiteten Projekte am Montag in der Ratssitzung

Im August 2020 starteten die ersten Treffen des „Netzwerks Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ in der Gemeinde Wadersloh. In fünf verschiedenen Arbeitsgruppen mit den Themenschwerpunkten „Mobilität“, „Energie“, „Bauen & Städteplanung“, „Bildung, Wirtschaft & Konsum“ sowie „Umwelt & Konsum“ haben ca. 100 engagierte Bürgerinnen und Bürger Ideen entwickelt und Projekte  erarbeitet. Erste Anträge wurden bereits bei der Verwaltung beantragt und befinden sich schon in der politischen Diskussion.

Die Treffen wurden bis Ende März 2021 von der Verwaltung organisiert und betreut. Viele der Projekte bedürfen aufgrund planerischer und finanzieller Auswirkungen der Beratung in den politischen Gremien. Dies kann nicht für alle Projekt gleichzeitig erfolgen.

Die Projekte und die bisher vorliegenden Arbeitsergebnisse werden in der nächsten Ratssitzung am Montag, 19. April ab 17.30 Uhr, in der Aula der ehemaligen Realschule durch die jeweiligen AG-Gruppensprecher vorgestellt. Hieraus soll dann ein Kompendium erstellt werden, das schlussendlich nach politischer Beratung und Beschlussfassung, die Grundlage für die weitere Abarbeitung der Projekte des NKN bildet.

Bebauungsplan Rosenhöhe auf der Zielgerade

„Frühzeitige Beteiligung“ der Bürger auch mit einem Video bei YouTube (https://youtu.be/BPVaKzDYy0I )

Die Wadersloher Bürgerinnen und Bürger können sich in einem sehr schönen Video auf YouTube über die geplante Umgestaltung des ehemaligen Realschulgeländes im Wadersloher Ortskern ein Bild machen. Außerdem liegen bis 30. April die Entwürfe und Begründungen der 29. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Wadersloh und der Bebauungsplan Nr. 69 „Rosenhöhe“ im Rathaus zur Einsicht aus. Man nennt das in der Fachsprache „frühzeitige Beteiligung“.

Erfreulich ist, dass der Investor aus Hamm bzw. die Gemeinde Wadersloh in dem 42minütigen Film von Benedikt Brüggenthies das geplante Quartier „Rosenhöhe“ ausführlich vorstellt, sodass jeder sich schon mal ein Bild von der vorgesehenen Bebauung machen kann. Das Video kann mit dem Link

https://youtu.be/BPVaKzDYy0I

angesehen werden.

Im Quartier „Rosenhöhe“ sind die meisten Wünsche, die die Ratsmitglieder vor zwei Jahren im Sinne der erstellten Sozialraumanalyse geäußert hatten, verwirklicht. Neu ist, dass durch den inzwischen beschlossenen Umzug des Feuerwehrgerätehauses, sich die bebaubare Fläche auf nun etwa 13.000 qm vergrößert hat und die BWG Bau- und Wohnungsgenossenschaft Wadersloh eG für den Bau sozialverträglicher, preisgünstiger Wohnbebauung in einem Teil des Areals mit im Boot ist.

500.000 Euro für Wadersloh

Umbau des „Unteren Freudenbergs“ und des Feuerwehrgerätehauses Liesborn werden vom Land bezuschusst

Vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung kam heute (3.4.21) die erfreuliche Mitteilung, dass wir nicht nur bei der erstmalig in diesem Jahr ausgesprochenen Förderung für die Feuerwehrinfrastruktur mit 250.000 Euro, sondern zusätzlich nun auch aus dem Programm „Dorferneuerung 2021“ für die „innerörtliche Verbesserung der Verkehrsführung zur einheitlichen Gestaltung des Ortes“ 250.000 Euro bekommen.

Der „Untere Freudenberg“ ist wohl gemeint, die Pläne liegen schon lange in der Schublade und haben die gemeindlichen Gremien bereits passiert, nun kann die Ausschreibung der Maßnahme erfolgen. Der Kreis Warendorf erhält in diesem Jahr „nur“ 287.000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm (2020: 436.000 Euro), umso schöner, dass Wadersloh so viel Geld erhält.

Ina Scharrenbach (CDU), die zuständige Ministerin in NRW, betonte in ihrer Pressemitteilung: „In diesen Zeiten ist die ‚Dorferneuerung‘ des Landes NRW verlässlicher Partner an der Seite unserer Bürgerinnen und Bürger, Handwerks- und Wirtschaftsbetriebe sowie der Kommunen. Mit der ‚Dorferneuerung 2021‘ legen wir den Grundstein für den weiteren gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Entwicklungsperspektive für unsere kleinen Städte und Gemeinden.“ An beiden Programmen konnten nur Kommunen bzw. Ortsteile mit bis zu 10.000 Einwohnern teilnehmen.

Vom Lehrschwimmbecken zum Museum

CDU-Antrag sieht neue Wegführung vor

Nach Bewilligung eines Bundeszuschusses von 280.000 Euro für die Sanierung des Liesborner Lehrschwimmbeckens geht es hoffentlich nun mit den Bauarbeiten zügig voran. Auch der Umbau des Museums Abtei Liesborn macht Fortschritte und wird bald abgeschlossen sein, sodass auch das Umfeld, die Wege und Rasenflächen überplant oder neu instand gesetzt bzw. eingesät werden können.

Dabei bekommt die Wegführung vom Parkplatz Schwimmhalle zum Schützenplatz und östlich entlang des Klosterhofes hin zum Museumsvorplatz eine besondere Bedeutung. Dort,gegenüber des Eingangs in den Klosterhof, wird zukünftig der neue Haupteingang zum Museum Abtei Liesborn sein.

Auch der Bereich vor der Gaststätte Klosterhof ist zu berücksichtigen, um zukünftig dort eine mögliche Außengastronomie zu erleichtern.

Im Antrag der CDU-Fraktion wird nun die Verwaltung gebeten, dazu eine Planskizze zu erstellen und die möglichen Kosten der Maßnahmen zu schätzen. Die Umsetzung sollte zum Abschluss der Sanierungsmaßnahme Lehrschwimmbecken eingeplant und realisiert werden.


Zunächst elf barrierefreie Bushaltestellen geplant

Landeszuschuss beantragt

Im letzten Bauausschuss wurde ausführlich über den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen in allen drei Ortsteilen diskutiert. Parteiübergreifend sprachen sich die Fraktionen für eine rasche Verbesserung der momentanen Situation in Wadersloh aus. Für die zentral in den Ortsteilen gelegenen Haltestellen soll möglichst bald die Ein- und Ausstiegssituation verbessert werden.

Als vordringlich wurden die Haltestelle Wadersloh/Kirche, Wadersloh/Seniorenheim und Gymnasium Johanneum/Mauritz genannt. Wichtige Haltestellen in Liesborn sind am Bahnhof und an der Lippstädter Straße sowie in Diestedde an der Münsterstraße (B 58)/Abzweig Oelde. Das Land beteiligt sich an den Kosten mit bis zu 90%. Der Antrag aus Wadersloh ist bereits gestellt.

Strittig war im Bauausschuss nur die Anzahl der vordringlich umzubauenden Haltestellen. Die FWG-Fraktion forderte sogar, dass alle Bürgerbushaltestellen umgebaut würden, obwohl der DWL-Bürgerbusverein Wadersloh e.V. auf Nachfrage keine Anpassungswünsche äußerte, da das neue Niedrigflurfahrzeug auch für Menschen mit Beeinträchtigung oder Hilfsmitteln geeignet ist. Dieser Antrag wurde deshalb im Ausschuss abgelehnt. Auch dem Wunsch, alle Haltestellen langfristig barrierefrei auszubauen, wird man auch in den nächsten Jahren noch nicht nachkommen können.

Augenmaß bei Regenrückhaltesenken

Keine pauschale Absperrung mit 1,80 Meter hohen Zäunen

Bereits im letzten Jahr wurde im Bauausschuss beschlossen, dass die Regenrückhaltesenken (RRS) an der Diestedder Eichenallee und am Berkenweg wegen ihrer naturnahen Ausprägung und flachen Anlage nicht eingezäunt werden sollen. Lediglich die Senke an der Hagedornstraße sollte mit einer dichten Hecke umpflanzt werden, da sich nicht weit entfernt ein Kinderspielplatz befindet.

Sanierung des Seitenstreifens am Diestedder Mühlenweg geplant

Parkende Autos an der Gräfte sind ein Problem

Am 15. März haben die Vertreter der CDU-Fraktion im Bauausschuss dem Antrag der FDP zugestimmt, den Seitenstreifen des Mühlenweges zu sanieren. Wir meinen, dass diese Maßnahme den beliebten Wanderweg um Schloss Crassenstein aufwerten wird. Fußgänger müssen nach Ende des Bürgersteiges nicht mehr auf der Straße laufen und Fahrzeugen auf dem oftmals verschlammten Seitenstreifen ausweichen.

Möglichkeiten eines Kreisverkehrs an der Stromberger Straße/ Winkelstraße erörtert

Verwaltung stimmt sich mit dem Kreis ab und prüft Fördermittel

Bereits im November 2018 wurde die Verwaltung auf Antrag der CDU-Fraktion vom Bau-, Planungs-und Strukturausschuss beauftragt, die Realisierung eines Kreisverkehrs am Knotenpunkt Winkelstraße, Stromberger Straße (K14), Poßkamp und Hölzerne Straße zu prüfen und mit dem Kreis Warendorf abzustimmen, ob dort die Errichtung eines Kreisverkehrs möglich sei.

"Ein Kreisverkehr diene erheblich der Verkehrssicherheit und habe auch einen ökologischen Wert, da die Fahrzeuge langsamer führen und nur selten anhalten müssten“, betonte Rudi Luster-Haggeney, Fraktionsvorsitzender der CDU, an diesem Montagabend (15.3.), als das Thema Kreisverkehr im Bauausschuss wieder zur Sprache kam.

Zuvor hatte Dipl.-Ing. Hermann Himmelmann vom Ingenieurbüro Gnegel in Sendenhorst den Ausschussmitgliedern einen Vorentwurf und das Ergebnis einer Leistungsberechnung des Knotenbereichs vorgelegt. Er wies zwar auf den verhältnismäßig geringen Verkehr im untersuchten Bereich hin, nur Linksabbieger aus der Winkelstraße in Richtung Stromberger Straße hätten gelegentlich mit längeren Wartezeiten zu rechnen, doch unbestritten sei, dass ein Kreisverkehr die sicherste Variante in diesem Bereich ist.

Im dritten Anlauf erfolgreich!

280.000 Euro Zuschuss für die Schwimmbadsanierung in Liesborn

Das Warten hat sich nun doch gelohnt, denn nach zwei vergeblichen Bewerbungen um einen Zuschuss aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ konnte Bürgermeister Christian Thegelkamp am Montagabend im Bauausschuss berichten, dass 280.000 Euro für die Sanierung des Liesborner Lehrschwimmbeckens bewilligt wurden. Jetzt können auch die letzten Ausschreibungen für die Fertigstellung des Schwimmbads rausgehen. Den Zeitplan mit Eröffnung im Sommer wird man aber wohl nicht mehr einhalten können, denn die Handwerker im Baugewerbe haben meist die Auftragsbücher voll.

Die ursprünglich bereits bewilligte eine Million Euro für die Sanierung des Bades wurde vom zuständigen Projektträger Jülich (PtJ) zurückgezogen, da aufgrund einer Informationspanne zwischen Berlin und Wadersloh vorzeitig mit den Umbaumaßnahmen in Liesborn begonnen wurde. Das schließt wie fast immer eine Förderung aus.

Der Projektträger Jülich mit Hauptsitz in der Bundeshauptstadt betreut im Auftrag von Bundes- und Landesministerien Forschungs- und Innovationsprogramme. Er verwaltet jährlich fast zwei Milliarden Euro Fördermittel aus Steuergeldern.

Gravierende Veränderungen in der Jury

7. Wadersloher Bildhauersymposium im August 2021

In der letzten Ratssitzung am Montag (8.3.) wurden endgültig die Weichen für das 7. Bildhauersymposium in Liesborn gestellt. Einstimmig wurde der Beschluss vom Hauptausschuss bestätigt, dass das im letzten Jahr coronabedingt ausgefallene Bildhauersymposium nun vom 7. bis 15. August 2021 nachgeholt wird. Die zehn Anmeldungen aus 2020 behalten ihre Gültigkeit. Weitere Künstler aus NRW und nun zusätzlich aus Niedersachsen können sich aber noch bis 9. April 2021 bewerben. Diese Erweiterung des Einzugsbereichs soll vor allem jungen Künstlern aus dem Kunsthochschulbereich unseres Nachbarlandes eine Chance geben, öffentlichkeitswirksam in Erscheinung zu treten.

Die Aufgabenstellung besteht in der Entwicklung von zwei Ideenentwürfen zum Thema „Wege nach Liesborn“. Die prämierten Kunstwerke sollen später auf dem „Kunstpfad“ ihren Platz finden. Zugelassen werden drei Künstler, die die Jury am 18. Mai aussucht. Die Kunstwerke, die in Liesborn in der Abteiumgebung und in der historischen Fachwerkscheune fertiggestellt werden, sollen aus Stein, Holz, Metall, Kunststoff etc. sein. Über den Ankauf entscheidet der Gemeindeausschuss für Schule, Kultur und Sport, der von einer fachkundigen Jury beraten wird.

Die Zusammensetzung dieser Jury hat sich kürzlich gravierend verändert. Auf Antrag des Heimatvereins Liesborn ist mit Unterstützung durch die CDU-Fraktion Peter Kerkemeyer hinzugekommen, als Vertreter des Hauptsponsors außerdem Jürgen Wenig, Vorstandsvorsitzender des Sparkasse Beckum-Wadersloh.

Ohne Steuererhöhung ausgeglichener Haushalt 2021

Rudi Luster-Haggeney`s Rede zum Gemeindehaushalt

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Verwaltungsmitarbeiter, liebe Ratskolleginnen und -kollegen,

das letzte Jahr ist völlig anders verlaufen, wie wir es jemals hätten ahnen können. Corona wird uns auch in 2021 weiter beschäftigen, das ist sicher. Wann wir wieder zumindest einigermaßen zur Normalität zurückkehren können, wer weiß das schon. Aber wir müssen daran weiterarbeiten. Deshalb möchte ich an dieser Stelle erstmal danke sagen für den großen Mehraufwand an unterschiedlichen Stellen. Danke allen in der Verwaltung, danke allen Bürgerinnen und Bürgern, danke auch allen in der Politik, die auch auf kleinem Dienstweg vieles geregelt und möglich gemacht haben. Aber besonders gilt der Dank allen, die Corona-Patienten gepflegt haben, ob zu Hause, ambulant oder in den Pflegeeinrichtungen. Sie konnten keine Pause machen, mal was anderes tun. Sie mussten häufig mit ansehen, dass die ihnen anvertrauten Personen unter Corona schwerst gelitten haben, daran unter Qualen gestorben sind, dass sie diesen Personen trotz intensiver Bemühungen letztlich nicht helfen konnten. Hoffentlich gelingt es diesen Helden des Alltags, dass sie mit dem Erlebten irgendwann leben können, dass sie die Hilfe und Unterstützung finden, die sie selbst brauchen.


Stolperfalle zwischen Liesborner Friedhof und K+K-Markt noch nicht beseitigt

K+K-Markt, Kirchengemeinde und Gemeinde sollen eine Lösung finden

Klaus Grothues, Vorsitzender der Ortsunion Liesborn, hatte bereits am 7. Dezember im Hauptausschuss der Gemeinde unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes auf eine Gefahrenstelle für Fußgänger, Rollstuhlfahrer und Personen mit Rollatoren hingewiesen, die, wenn sie vom K+K-Parkplatz zum süd-westlichen Eingang des Liesborner Friedhofs wollen, über eine Kante am Ende des Parkplatzes gelangen müssen.

Die Gemeindeverwaltung handelte schnell, denn schon bei Abfassung der Niederschrift der Sitzung informierte sie, dass es sich bei der benannten Gefahrenstelle nicht um ein gemeindliches Grundstück handele. Daher könne die Gemeinde dort nicht tätig werden. Sie würde aber mit dem Eigentümer Kontakt aufnehmen.

Da bis Ende Januar noch nichts geschehen ist, was scheinbar auch daran liegt, dass die Besitzverhältnisse der besagten Fläche den Beteiligten nicht klar sind, hat die CDU Fraktion einen Antrag formuliert.
„Bitte stellen Sie kurz die Grundstückgrenzen in diesem Bereich dar und informieren die Politik darüber, welche Maßnahmen bei der Kontaktaufnahme besprochen und vereinbart wurden. Wegen der Nähe zu gemeindlichen Grundstücken sollte die Verwaltung hier bei der Planung und Umsetzung die Federführung übernehmen und hilfreich bei der barrierefreien Gestaltung dieses viel frequentierten Bereiches unterstützen.
Sollte das beschriebene Anliegen bereits in der Umsetzung sein, wird um einen Sachstandsbericht dazu gebeten.“

Dieser Antrag wird in der Ratssitzung am 8. März offiziell in die Gremien gebracht und laut Vorlage der Gemeindeverwaltung an den zuständigen Bauausschuss verwiesen. Dort wird er dann hoffentlich zeitnah beraten. Somit ist die CDU zuversichtlich, dass in wenigen Monaten dieser beliebte Weg, um auf den Friedhof zu gehen, bald problem- und gefahrlos für Radfahrer, Fußgänger, Rollstuhlfahrer und Senioren mit Rollatoren genutzt werden kann.

Auch im nächsten Jahr für jedes angemeldete Kind ein KiTa-Platz

Gemeindeverwaltung, Politik und Kreisjugendamt handeln schnell

Wie schon vor zwei Jahren, als es um zusätzliche KiTa-Gruppen in Liesborn und Diestedde ging, waren auch jetzt Sofortmaßnahmen angesagt, um den überraschenden Bedarf von zwei zusätzlichen KiTa-Gruppen in Wadersloh und einer weiteren in Liesborn zu decken.

Im Gegensatz zu früheren Anmeldeterminen für das nächste Jahr ist heute der Bedarf wesentlich schwieriger vorherzusehen, da man sich nur unzureichend an den Geburten in der Gemeinde orientieren kann. Das Wahlverhalten der Eltern ist die entscheidende Größe für die Anmeldezahlen. Es geht um gebuchte Stunden und natürlich um das Alter der Kleinkinder. Immer mehr Kinder werden für die U2- und U3-Gruppen angemeldet, in denen natürlich weniger Kinder von zwei Erzieherinnen betreut werden können.

Politik, Gemeindeverwaltung, Kreisjugendamt und das DRK, Träger der Kindertagesstätte „Wunderwelt“ am Lechtenweg in Wadersloh und „Flohzirkus“ in Liesborn, ebneten aber in einer kürzlich einberufenen gemeinsamen Sondersitzung vom Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales, sowie dem Hauptausschuss, der für die Finanzen zuständig ist, den Weg für eine schnelle Lösung. Trotz der kurzen Vorlaufzeit können rechtzeitig zum Kindergartenjahr 2021/22 Übergangslösungen für die drei zusätzlichen Gruppen geschaffen werden.

In Liesborn kann die neue Gruppe die Räume in der Grundschule übernehmen, die bisher von Kindern genutzt wurden, die ab August in den bis dahin fertiggestellten Erweiterungsbau umziehen können. In Wadersloh ist gegenüber der „Wunderwelt“ am Lechtenweg ein gemeindeeigenes Grundstück, auf das ein moderner Kindergarten in Modulbauweise für die zusätzlichen Gruppen rechtzeitig installiert werden kann. Land, Kreis und Gemeinde beteiligen sich an den Kosten. Die Eltern können aufatmen!

Neues Teilstück für den Rundwanderweg Wadersloh

Ein Projekt aus dem Kernbereichsmanagement

Im Juni 2019 wurde zuletzt ein Teilstück aus dem Wadersloher Rundwanderweg eröffnet. Es verbindet die Liesborner Straße mit der Diestedder Straße. Nun soll bereits im ersten Quartal dieses Jahres das Teilstück zwischen Kolpingstraße und der Straße Am Vogelbusch in Angriff genommen werden. Der Weg soll 2,50 Meter breit und in wassergebundener Decke ausgeführt werden.

Das Teilstück beginnt an der Kolpingstraße auf Höhe der Hausnummer 35 und führt in Richtung Westen am Feldrand entlang zum Ortsendeschild von Wadersloh Am Vogelbusch. Nördlich des geplanten Weges sind die Gärten und Wohnhäuser meist durch dichte Hecken vor neugierigen Blicken der Fußgänger geschützt. Die Idee „Rundwanderweg Wadersloh“ stammt aus dem Projekt Dorfentwicklung und Kernbereichsmanagement, das 2011 an den Start ging. Etwa 80 Bürgerinnen und Bürger haben sich damals für Wadersloh engagiert und manch gutes Projekt angestoßen, das nach Beratung in den Ausschüssen verwirklicht wurde.

Kein zusätzlicher Wetterschutz für die Sekundarschule

CDU-Fraktion und FDP setzen sich durch

Es ist schon unglaublich, dass die FWG auch nach der Diskussion im Schulausschuss an ihrem Antrag, einen multifunktionalen Wetterschutz auf dem Treppenpodest vor dem Kunstraum zu schaffen, festhielt. Völlig überflüssig, extrem teuer und zusätzlich die Fassade verschandeln würde dieser beantragte Wetterschutz. Dabei ist vor dem Musikraumgebäude an der linken Seite, keine dreißig Meter von der Bushaltestelle entfernt, eine ausreichend große überdachte Fläche für auf den Bus wartende Schüler vorhanden.
Da muss man auch nicht als Alternative die Bushaltestellenhäuschen von der ehemaligen Realschule umsetzen. Die Schüler stehen nicht im Regen!

Das Argument, mit dem neu geplanten Wetterschutz vor dem Kunstraum könnte ein zusätzlicher Lernort im Freien geschaffen werden, zieht auch nicht. Dafür gibt es bessere Lösungen als Unterricht auf dem Präsentierteller mit Blick auf die Bushaltestelle und den Verkehr auf der Winkelstraße. Im Sommer noch die pralle Sonne im Gesicht und neugierige Schüler aus dem Kunstraum, das ist kontraproduktiv!

Gut, dass der Schulausschuss am Mittwoch (17.2.) ohne Wenn und Aber der geplanten Geldverschwendung gleich einen Riegel vorgeschoben hat, zumal selbst die offizielle Schülervertretung in einem Vorgespräch signalisierte, dass die Schülerinnen und Schüler andere Prioritäten als den Regenschutz setzen würden.

Geldverbrennung in Liesborn

Egoismus und Erbsenzählerei führt zum Einspruch gegen den Bebauungsplan „Sommerkamp“

Um es gleich vorweg zu nehmen, die Baugenehmigungen für die geplanten Häuser im Liesborner Baugebiet Sommerkamp, das an der Osthusener Straße an das Gebiet Kirchhusen anschließt, haben Bestandsschutz. Nach wie vor können Grundstückseigentümer im Sommerkamp auch Baugenehmigungen bekommen, doch es ist sinnvoll, diese beim Kreis Warendorf zu beantragen. Leider ist dies etwa 1000 Euro teurer als das Freistellungsverfahren, das die Gemeinde ausstellen kann, wenn alle Vorschriften des Bebauungsplans vollständig eingehalten werden.

Doch nun zum eigentlichen Ärgernis. Ein Anlieger der Osthusener Straße hat Einwände gegen den seit Juli 2019 gültigen Bebauungsplan Sommerkamp angemeldet. Für die Begründung dieses Normenkontrollantrags benötigte er fast ein Jahr! Gerügt wurden fehlende umweltbezogene Informationen, die für das „beschleunigte Verfahren“, das es seit 2017 gibt, aber gar nicht nötig sind.
Er rügte auch, dass in der damaligen Bekanntmachung der Offenlage, der Hinweis gegeben wurde, „Stellungnahmen könnten schriftlich oder zur Niederschrift“ vorgebracht werden. Es wurde also nicht klar, dass Stellungnahmen etwa auch per E-Mail vorgebracht werden könnten. Die Rechtslage hierfür ist noch nicht eindeutig, denn das Bundesverwaltungsgericht hat hierzu noch keine Entscheidung getroffen.



Erstes Breitbandkabel im Diestedder Außenbereich im Boden

Bund, Kreis und Gemeinde finanzieren die digitale Infrastruktur in Wadersloh mit über einer Million

Da die Oelder Straße in Diestedde wegen des Radwegebaus nach Sünninghausen gesperrt ist, nutzt die Deutsche Glasfaser GmbH die Situation und verlegt dort wie angekündigt für Anwohner und Betriebe das sehnlich erwartete Glasfaserkabel. Ursprünglich war der Start für den Wadersloher Glasfaseranschluss im Außenbereich und in den Gewerbegebieten erst für 2022 angekündigt.

Seit einiger Zeit sind die Messpunkte für die Verlegung der Leitungen aber schon auf den Straßen im Außenbereich zu sehen, nun geht es richtig los, sodass auch die Gewerbetreibenden und Schüler an der Oelder Straße bald mit einem vernünftigen Internet rechnen können. Insgesamt 625.000 Euro stellt der Bund Wadersloh für den Breitbandausbau in Glasfasertechnologie zur Verfügung, Hiervon profitieren auch 96 Unternehmen, verkündet kürzlich der CDU-Ratsfraktionsvorsitzende Rudi Luster-Haggeney unter Berufung auf den heimischen Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker.  Dieser hatte sich als Mitglied im zuständigen Fachausschuss für die Breitbandförderung im Kreis Warendorf intensiv eingesetzt. Der Kreis und die Gemeinde Wadersloh greifen auch tief in die Tasche, damit der Hausanschluss auch in Glasfasertechnologie erfolgen kann, was ursprünglich nicht vorgesehen war.

Zukunftswald, erstes Großprojekt des NKN

Umweltausschuss befürwortet einstimmig die Pläne der Arbeitsgruppe

Im Rahmen des bürgerschaftlichen Netzwerkes Klimaschutz und Nachhaltigkeit (NKN) hat die Gruppe Umwelt und Konsum, Untergruppe Baum im November 2020 die Bereitstellung gemeindlicher Flächen zur Bepflanzung mit Bäumen, Hecken, Blühwiesen oder Vergleichbarem beantragt. Außerdem möge die Gemeinde die Fördermöglichkeiten sowie die Beteiligung an der Umsetzung mit finanziellen Mitteln aus dem Haushalt der Gemeinde prüfen.

Inzwischen hat sich der Umweltausschuss mit dem Antrag befasst und iihn einstimmig befürwortet. Nach Beratungen in den Fraktionen wird der Hauptausschuss die Umsetzung endgültig beschließen.

Die Projektidee „Zukunftswald“ sieht Bewaldung und Heckenanlage mit standortgerechten Gehölzen auf einer landwirtschaftlichen Fläche (Acker) in Diestedde (nördlich des Altendiestedder Weges in Richtung Diestedder Berg) und in Liesborn (westlich der Lippstädter Straße) vor.

Eine Pflanz- und Kostenplanung für diese beiden Flächen soll aufgestellt werden, außerdem die Prüfung auf Förderung durch EU/Land, Bürgerstiftung oder Spenden erfolgen. Man kann sich gut einen Biotopverbund der Fläche in Diestedde mit dem Waldgebiet Diestedder Berg vorstellen. Wünschenswert wäre auch eine Bürgerbeteiligung im Rahmen der Pflanzarbeiten. Eine alternative Finanzierung der Maßnahmen durch den gemeindlichen Haushalt ist natürlich auch denkbar.

CDU unterstützt das Netzwerk Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Haushaltsberatungen in den Ausschüssen problemlos

Die CDU begrüßt ausdrücklich, dass die bisherigen Standards im Haushaltsjahr 2021 trotz der Corona-Pandemie gehalten werden und darüber hinaus auch eigene Akzente gesetzt werden können.

Insbesondere das Netzwerk Klimaschutz und Nachhaltigkeit (NKN), eingerichtet mit einem CDU-Antrag, zeigt den Gestaltungswillen der Bürgerinnen und Bürger. Deshalb unterstützt die CDU den gesonderten Haushaltsansatz von 40.000 Euro, um Initiativen aus dem NKN umsetzen zu können. Auch einige CDU-Ratsmitglieder arbeiten aktiv in den Arbeitsgruppen des NKN mit. Eigene Anträge zu Themen des NKN zum Haushalt 2021 wird die CDU-Fraktion jedoch erstmal nicht stellen, um die dort entwickelten Ideen auch den Ideengebern zu überlassen.

Ausschuss und Verwaltung sind sich einig

Ehemalige Gaststätte Schleutker in Liesborn-Göttingen soll kein „Denkmal“ werden.

 Eine Kehrtwende in Sachen Denkmalschutz scheint in Sicht zu sein. Bisher waren Entscheidungen des Denkmalamtes Münster auch für die Gemeindeverwaltung eher unumstößlich und der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport bzw. der Gemeinderat sollte nur zustimmen, da andernfalls der Kreis oder Münster anderslautende Beschlüsse beanstanden oder einfach ignorieren würde.

Das hat schon in der letzten Legislaturperiode die CDU-Fraktion anders gesehen und vor Ort die Objekte besichtigt, mit den Eigentümern gesprochen, sich nach deren Plänen erkundigt und anschließend unabhängig entschieden.

Die ehemalige Gaststätte „Schleutker“ ist ein kleines Fachwerkhaus, erbaut 1801 mit diversen späteren Anbauten. Im Hauptgebäude waren ursprünglich neben der Wohnung ein kleiner Stall und eine Gaststätte, für die 1850 und 1907 Fachwerkanbauten für einen Saal errichtet wurden. Das Gebäude an der Göttinger Straße in der Nähe des Möbelhauses Weber ist seit neun Jahren unbewohnt.